Die Kirmes ist ein Ort der Widersprüche. Er verspricht Freude, doch in seinem Glanz liegt Erschöpfung. Er feiert Gemeinschaft, während sich inmitten des Lärms Isolation zeigt. Hinter Licht und Musik verbirgt sich eine stille Schwere, die kurz sichtbar wird, bevor sie wieder verschwindet. Die Kirmes ist ein Märchen, das sich selbst erzählt – ein Ritual, das die Illusion von Beständigkeit aufrechterhält, während die Realität leise in seine Kulissen dringt.
Was bleibt, ist kein Porträt einzelner Menschen, sondern das Bild eines kollektiven Zustands: ein Ort zwischen Illusion und Realität, Stillstand und Veränderung. Fairytale erzählt von der Sehnsucht, im grellen Schein der Oberfläche für einen Moment Halt zu finden, während die Welt sich unaufhörlich verändert.